Das Beuys Projekt

Prof. Martin-Ludwig Hofmann und Cengiz Hartmann

dokumentiert von Kathrin Hadzik

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100 Jahre Joseph Beuys – Der Mann mit Hut und Anglerweste

Er regte Menschen zum Nachdenken an. Er erweiterte den Blickwinkel auf die Kunst und war alles andere, aber nicht gewöhnlich. Joseph Beuys war ein facettenreicher Aktionskünstler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und Professor, welcher sowohl faszinierende als auch umstrittene Ideen in der Nachkriegszeit entstehen ließ. In seinen Werken setzte er sich vor allem mit dem Humanismus, der Anthroposophie und der Sozialphilosophie auseinander. Beuys fiel besonders durch das Arbeiten mit ungewöhnlichen Materialien wie Fett, Honig und Filz auf. Außerdem nutzte er Tiere wie Hasen, Bienen und Kojoten für seine Arbeiten, um das Verhältnis von Menschen und Natur darzustellen und kritisch zu hinterfragen.

Seinen 100. Geburtstag hat der Workshop unter der Leitung von Prof. Martin Ludwig Hofmann und Cengiz Hartmann die Gelegenheit genutzt, um sich Beuys zunächst theoretisch und schließlich künstlerisch anzunähern. Diskutiert wurde die Bedeutung des „erweiterten Kunstbegriffs“ und die der „sozialen Plastik“. Im Rahmen des KMs wurden einzelne Themen, die in Beuys Werken wiederzufinden sind, von den Studierenden näher belichtet. 

Abschließend nutzten die Studierenden die berühmten Ringgespräche Beuys zum Anlass eine Inszenierung ganz nach dem Motto der Detmolder Räume Woche „Digitale Maszlosigkeit“ zu organisieren. Die Inszenierung behandelte das Thema der Praktischen Reflektion von Zoom im „Beuys’schen“ Kontext. Wie würde also Beuys Zoom in der heutigen Zeit einsetzen? Eine kreativ, provozierende und irritierende Zoomveranstaltung war das Ergebnis, an der Studierende des Kumulativen Moduls von Mary-Anne Kyriakou und von Herrn Brauns teilnehmen durften. Während der Inszenierungen wurden anregende Gespräche über die Aussage: Maszlos digital: „die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden, sonst bekommen wir eine die wir nicht wollen.“ geführt. Diese wurden sowohl durch „Rand- und Flurgespräche“ im Chat als auch durch, sich ständig wechselnde farbige Hintergründe der  Teilnehmer ergänzt. Schnell entstand Irritation und Ablenkung durch Mirko-Ausdrücke der Kommunikation. Es regte alle Teilnehmer zum Nachdenken und Mitmachen an. Ganz nach Beuys Vorstellungen.

Zur Inspiration sollte eine Exkursion zur Ausstellung „Die Unsichtbare Skulptur. Der Erweiterte Kunstbegriff nach Joseph Beuys“ im UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen in diesen Workshop integriert werden. Sobald die Corona-Bestimmungen dies zulassen, werden die meisten das in Eigenregie nachholen.

Eindrücke der im Workshop entstandenen Arbeiten sehen Sie hier:

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EMOTIONSPUMPE

 
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